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DYSPHAGIE

Störungen des Schluckens

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Pressemitteilung 1/2017 vom 05.05.2017

14. Forum DIÄTVERBAND anlässlich der Jahrestagung 2017: „Ernährung als Qualitätsmerkmal – Potenziale im Gesundheitssystem nutzen“

Berlin, 05. Mai 2017 – In Deutschland sind über 1.5 Millionen Menschen mangelernährt. Vielfältige wissenschaftliche Studien belegen, dass derartige unzureichende Ernährungszustände gravierende medizinische und gesundheitsökonomische Folgen haben. Für den Patienten bedeutet dies eine erhöhte Morbidität und Mortalität, für das Gesundheitssystem Mehrkosten in Höhe von mehr als 9 Milliarden Euro jährlich.

Ernährungsscreenings sind zuverlässige, wissenschaftlich evaluierte Untersuchungen, mit welchen Mangelernährung zuverlässig diagnostiziert und in der Folge erfolgreich behandelt werden können. Im deutschen Klinikalltag sind diese jedoch kaum verbreitet, obwohl mindestens ein Drittel aller Patienten einen unzureichenden Ernährungszustand aufweisen. Die Dunkelziffer ist hoch, in vielen Fällen wird Mangelernährung zu spät oder gar nicht erkannt.
Wie diesem Missstand effektiv begegnet werden kann, diskutierten die geladenen Experten auf dem 14. Forum des Bundesverbandes der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung e.V. (DIÄTVERBAND) zum Thema „Ernährung als Qualitätsmerkmal – Potenziale im Gesundheitssystem nutzen“.

Herr Marcel Smeets, Trustee der European Nutrition for Health Alliance (ENHA), hob in diesem Zusammenhang die bedeutende Rolle der Fachwelt, Medien und Bevölkerung hervor. Es reiche nicht nur auf legislative Veränderungen zu setzen. Auch gesellschaftlich müsse ein Bewusstsein für die Gefahren und Folgen von Mangelernährung etabliert werden. Die europäischen Nachbarn seien Deutschland hier an vielen Stellen voraus. In den Niederlanden, in Frankreich und in der Schweiz existieren bereits seit Jahren Programme, welche die Aufklärung ins Zentrum ihrer Bemühungen stellen.

Frau Prof. Dr. Arens-Azevedo, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), betonte, dass es in Deutschland vor allem an belastbaren Zahlen für die Prävalenz und Inzidenz von Mangelernährung fehle. Das volle Ausmaß der Problematik bleibe somit unklar. Zum Schutz des Patienten müsse daher neben der Aufklärung und Information der Bevölkerung die flächendeckende Implementierung verpflichtender Ernährungsscreenings gezielt vorangetrieben werden. Ihrer Erfahrung nach werde jedoch häufig vor allem deren fehlende Finanzierung als Hinderungsgrund angeführt.

Doch die Investition in Ernährungsscreenings lohne sich, stellte Herr Prof. Dr. Weimann, Chefarzt im Klinikum St. Georg in Leipzig, fest – nicht nur aus gesundheitlicher Sicht für den Patienten, sondern auch monetär. Erste Studien zeigen, dass die Gegenfinanzierung von Ernährungsscreenings die ursprünglichen Kosten um das bis zu Dreifache übersteigen kann. Das Potenzial sei groß, das Wissen darüber jedoch gering. Es bedürfe somit, trotz der medizinischen und finanziellen Vorteile, eines weiteren Anreizes durch den Gesetzgeber, um die flächendeckende Einführung von verpflichtenden Ernährungsscreenings umzusetzen.

Dieser Einschätzung stimmte auch Herr Prof. Dr. Koletzko zu, Leiter der Abteilung Stoffwechsel und Ernährung im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München. In seinem Krankenhaus wiesen in der Vergangenheit 24% der eingelieferten Kinder einen unzureichenden Ernährungszustand auf. „Jedes Kind hat das Recht gescreent zu werden!“, denn wo bei Erwachsenen eine Mangelernährung meist ohne langfristige Folgen gut behandelbar sei, führe sie bei Kindern häufig zu Entwicklungsstörungen und lebenslangen Schädigungen.

Alle Experten waren sich einig, dass Ernährungsscreenings für Risikogruppen dringend verpflichtend in allen Krankenhäusern eingeführt werden müssen. Um dies zu erreichen, steht auch der Gesetzgeber in der Pflicht. Dieser muss – zum Schutz der Patienten und zur Entlastung des Gesundheitssystems –

1. schnellstmöglich Maßnahmen ergreifen, welche die Aufklärung über Mangelernährung fördern und
2. Anreize zur rechtzeitigen Erkennung und Behandlung von Mangelernährung

schaffen.


((3.974 Zeichen inkl. Leerzeichen))

Quelle: Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung (DIÄTVERBAND) e.V.
http://www.diaetverband.de


Download: Pressemitteilung 01/2017 vom 05. Mai 2017

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln
für eine besondere Ernährung e. V.
Godesberger Allee 142 -148
53175 Bonn
Tel. 0228-30851-0
www.diaetverband.de