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Diätverband e.V.
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SÄUGLINGSNAHRUNG

Was ändert sich?

Bei Säuglingsanfangs- und Folgenahrung gibt es eine Neuigkeit: ab Herbst 2008 finden Eltern in den Verkaufsregalen neben den vertrauten Packungen auch solche mit neuer Gestaltung. Wir haben deshalb für Sie umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt.

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Ungewollter Gewichtsverlust

Warum wiegen?

Ungewollter Gewichtsverlust kann in jedem Stadium einer Krebserkrankung auftreten. Wir haben deshalb für Sie einen Ratgeber zusammengestellt.

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Hilfen und Ratschläge bei den Mahlzeiten

Vor den Mahlzeiten:

  • Achten Sie auf eine gute Körperhaltung: gerade und aufrecht sitzen (am Tisch!), Rückenunterstützung / Rücken angelehnt, Arme leicht angewinkelt, Schultern leicht nach vorn gebeugt, Kopf leicht gebeugt, Nacken gestreckt.
  • Achten Sie auf eine gut sitzende Zahnprothese.
  • Schalten Sie Radio und Fernseher aus, damit Sie sich auf das Essen konzentrieren können. Ablenkungen können zum Verschlucken führen.
  • Bereitstellung der „Richtigen Kost“, die nährstoffreich ist, appetitlich aussieht und der individuellen Kau- und Schluckfähigkeit entspricht. Diese wird bestimmt durch: die richtige Kostform (Konsistenz), die geeigneten Lebensmittel, ggf. Andicken der Getränke mit Andickungspulver.
  • Esshilfen ermöglichen ein selbständiges Essen und erleichtern das Schlucken: mit einem Teelöffel essen, Warmhalteteller, Antirutschfolie, Griffverdickungen, spezielle Trinkbecher, Strohhalm etc.
  • Tabletten lassen sich mit breiiger Kost oft leichter schlucken, z. B. mit (kühlem) Apfelmus oder leicht angedickten Getränken.

Bei den Mahlzeiten:

  • Nehmen Sie kleine Portionen auf den Teller.
  • Riechen Sie am Essen! Kosten Sie! Schmeckt es? Würzen Sie ggf. nach. (Vorsicht: Kräuter, Gewürzstaub und -körner können zum Verschlucken führen!)
  • Nehmen Sie kleine Speisemengen in den Mund bzw. einen Teelöffel voll nehmen; trinken Sie in kleinen Schlucken.
  • Feste und weiche Kost gut kauen und einspeicheln, bis ein Speisebrei entsteht. Feste Kost nicht „zu früh“, d.h. in zu großen Stücken schlucken; das gleitet schlecht und kann hängenbleiben. Weicher Speisebrei gleitet besser und lässt sich leichter schlucken!
  • Pürierte Kost mit dem Teelöffel auf die Zungenmitte führen, auf die Zunge leicht drücken, Lippen schließen, Löffel herausziehen und sofort schlucken. (Die Nahrung nicht an den oberen Zähnen „abstreifen“!)
  • Nach dem Schlucken ggf. noch 1–2 mal (leer) nachschlucken.
  • Schlucktechniken: Kopf beugen! Bewusst und kraftvoll schlucken! Kopfneigen zur gesunden Seite!
  • „Stimmprobe“ machen: Zwischendurch mal „Oh“ sprechen. Klingt die Stimme feucht? Wenn ja, nochmals schlucken, ggf. räuspern.
  • Während des Kauens und Schluckens nicht sprechen.
  • Lassen Sie sich Zeit beim Essen! Machen Sie nach ca. 10x Schlucken eine kleine Pause; unterhalten Sie sich. Genießen sie das Essen!

Nach den Mahlzeiten:

  • Bleiben Sie bitte nach dem Essen noch etwa 10-15 Minuten weiter aufrecht sitzen (im Bett: schräge Lagerung / ca. 45 Grad).
  • Bitte Mundpflege durchführen, Prothese reinigen.

Außerhalb der Mahlzeiten:

Funktionsübungen aller am Schluckablauf beteiligten Organe und Muskeln verbessern die Kau- und Schluckfähigkeit und ermöglichen eine sichere orale Nahrungsaufnahme.

  • Regelmäßige Durchführung von Bewegungs- und Kräftigungsübungen der Kau- und Schluckmuskulatur:
  1. Zungenübungen (Zunge rein-/rausstrecken, hoch-/runterbewegen, Lippen & Zähne ablecken, Zunge gegen die Wangen drücken, Zungenschnalzen)
  2. Lippenübungen (Lippen spitzen & breitziehen, zusammendrücken & platzen lassen, nach innen ziehen, pfeifen Sie Lieder & Melodien)
  3. Kieferübungen (Mund weit auf- & zumachen, Zähne aufeinanderbeißen, Kiefer nach rechts & links bewegen)